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Favoriten im April: neue Stadt, neue Hobbys & neue Musik

Der April 2020 hatte es in sich. Dass wir einen vollen Monat in sozialer Isolation verbringen würden, hätte sich wohl keiner träumen lassen. Was mir diesen Monat Freude bereitet hat, erfahrt ihr hier.

 

Leipzig

Ich bin umgezogen und meine neue Heimat heißt jetzt Leipzig für ein paar Monate. Ich hatte ganze zwei Wochen, um mich einzurichten, einzuleben und die Stadt zu erkunden und dieser Tapetenwechsel hat so gut getan und die Stadt gefällt mir bisher sehr.

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ebayKleinanzeigen, Facebook Marketplace & „zu verschenken“ am Straßenrand

Bedingt durch den Umzug war ich sehr aktiv auf sämtlichen Portalen, auf denen Menschen Dinge für kein oder wenig Geld loswerden wollen. Somit konnte ich ergattern: eine Mikrowelle, einen Wasserkocher, eine Bettdecke, ein Kopfkissen, eine Gardinenstange, einen Vorhang, zwei große Tische, einen kleinen Tisch und einen Schreibtischstuhl. Das schreit fast schon nach einem Haul, was?

Abgesehen davon, dass es nachhaltig ist und man damit neben den Dingen, die man braucht, ein gutes Gewissen bekommt, hat mir das Holen der Möbel usw. auch dabei geholfen, die Stadt kennenzulernen. Ich musste in Ecken fahren, in die ich sonst nicht so leicht gekommen wäre und als ich mit meiner Mitbewohnerin, die schon ein paar Monate länger in Leipzig wohnt, in einer Art kleiner Hippie-Kommune gelandet bin, um einen Tisch abzuholen, hat sie zu mir gemeint, dass diese Erfahrung für sie ein echtes Highlight war und sie mir dankbar ist, dass ich sie als Tragehilfe mitgenommen habe. Man denkt gar nicht, was für verborgene Orte hinter verschlossenen Türen mitten in der Stadt lauern können, die man normalerweise nicht zu Gesicht bekommt.

 

Fahrradfahren

Ich kann nicht glauben, dass ich das tatsächlich sage, aber ich bin jetzt einer von diesen Leuten, die überallhin mit dem Fahrrad fahren. Ich habe ein Abo bei einem Leihfahrradanbieter abgeschlossen und bin total begeistert von dem System und den Freiheiten, die man hat, wenn man mit dem Fahrrad überallhin kommt. Nachdem ich jahrelang nur mit den Öffentlichen unterwegs war, tut es gut, an der frischen Luft zu sein, mehr in Bewegung und unabhängiger von Fahrplänen und Liniennetzen.

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Laufen

Neben meinen Home-Workouts (ich kann die App Nike Training Club dafür sehr empfehlen!), die ich eh schon vor den Beschränkungen im Zusammenhang mit Corona fleißig gemacht habe, habe ich nun noch mit dem Laufen angefangen. Ich war überrascht, wie gut das ging, nachdem ich sonst höchstens im Fitnessstudio mein Training mit einer Session auf dem Laufband beendet habe. Spaß macht mir das Laufen an sich leider nicht, aber das Gefühl nach einem Lauf ist super.

 

Book Clubs

In meinem Freundeskreis haben sich gleich zwei Lesezirkel gebildet, bei denen ich beteiligt bin (okay, okay, einer davon ist schon wieder fast ausgestorben). Die Buchbesprechungen finden im Videochat statt und mich freut es außerordentlich, dass ich deshalb auch aus der Ferne teilnehmen kann, obwohl der Rest sich in derselben Stadt befindet und sich theoretisch bei jemandem zu Hause treffen könnte. So ein Buchclub hilft ungemein, mehr zu lesen und ich kann euch nur wärmstens weiterempfehlen, auch einen zu starten!

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Online-Shopping

Die Zeit und meine finanzielle Situation ließen es zu, dass ich hier und da eine kleine Online-Bestellung abgesendet habe. Der Großteil ging zwar wieder zurück, aber ein Paar  gemusterte und ein Paar helle Jeans durften bleiben, ich habe endlich wieder Schmuck für mein Septum-Piercing und bin generell nun dabei, meinen Kleiderschrank ein wenig auf Vordermann zu bringen.

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Musik

Musiktechnisch habe ich diesen Monat das neue Album von August Burns Red – „Guradians“ – rauf- und runtergehört und vom neuen Lied von The Ghost Inside, das sie nach mehrjähriger Pause zur Erholung von ihrem schweren Busunfall rausgebracht haben, bin ich auch begeistert.

Ich weiß aber, dass Metalcore nicht unbedingt jedermanns präferiertes Musikgenre ist, der Allgemeinheit kann ich deshalb alternativ empfehlen, auf jeden Fall mal in die neuen Sachen von Day Wave reinzuhören! Day Wave macht Indiemusik, die man in Feel-Good/Surf-Rock-Playlists vorfindet und ist etwas für jeden, der dem Indie nicht abgeneigt und offen für Musik ist, die „Good Vibes“ und eine gelassene Stimmung verbreitet, die man eben irgendwie mit dem Surfen verbindet.

Ebenso empfehlen kann ich die Musik der Daydream-Pop-Künstlerin Hazel English, die Ende des Monats ihr Album „Wake UP!“ veröffentlicht hat und – wie Day Wave übrigens auch – in Kalifornien heimisch ist. Ihre Musik verbreitet eine ähnlich entspannte, träumerische Stimmung und ist ebenso dem Indie zuzuordnen – für mich auf jeden Fall super, um es entspannt im Hintergrund laufen zu lassen.

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Was habt ihr diesen Monat besonders geliebt? Womit habt ihr eure Zeit verbracht? Habt ihr auch ein neues Hobby gefunden oder war alles wie gehabt?

10 Antworten auf „Favoriten im April: neue Stadt, neue Hobbys & neue Musik“

Liebe Sophie,

willkommen in Leipzig! :) Wie lange planst du denn, hier zu bleiben? Schade, dass nun ausgerechnet so vieles leider zu hat. Aber schön, wenn du trotzdem erstmal einen positiven Eindruck davon hast – war auf jeden Fall gerade auch sehr spannend, von deinen ersten Wochen hier zu lesen. <3

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Hey, danke! :) Ich bin bis Anfang Oktober hier und es ist wirklich unglücklich, dass wir ausgerechnet jetzt zu Hause eingesperrt sind. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich vielleicht doch noch ein paar Läden von innen sehen und Veranstaltungen besuchen kann, während ich in Leipzig bin. Sei ganz lieb gegrüßt! ♥

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Leipzig ist so eine wunderschöne Stadt!
I feel you! Laufen macht mir auch nicht sonderlich viel Spaß aber das Gefühl danach ist einfach unbeschreiblich. Mache ich aber auch erst, seitdem die Fitnessstudios geschlossen haben. Sonst gehe ich viel spazieren/wandern und entdecke immer wieder neue und wunderschöne Ecken in meiner Stadt. Ich habe endlich wieder mit Yoga angefangen und lese viel. :)
Ganz liebe Grüße, Lisa
https://litzkoblog.wordpress.com/

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Haha, schon. Aber ich bin ja froh, dass ich überhaupt umziehen DURFTE und nicht alles ins Wasser gefallen ist. :) Und Umzüge sind so oder so immer stressig, also hey.
Danke für den lieben Kommentar und liebe Grüße nach München! :)

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