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6 Tage Sankt Petersburg

Bei Sophies Auslandssemester in Sankt Petersburg musste ein Besuch meinerseits natürlich sein. Wann hat man auch sonst schon mal die Gelegenheit, die Stadt von einem Ortsansässigen gezeigt zu bekommen? Hier berichte ich von unseren gemeinsamen 6 Tagen in der Stadt.

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Den ersten Tag habe ich leider zum Großteil erstmal im Flugzeug verbracht, Glasgow – Amsterdam – Sankt Petersburg. Am späten Nachmittag konnte ich dann aber problemlos mein gebuchtes Hostelbett beziehen und wir konnten den Rest des Tages noch etwas zum Kennenlernen der Stadt nutzen. Das haben wir in Form eines Spaziergangs durchs Stadtzentrum getan. Dort sieht man derzeit wunderschöne Weihnachtsbeleuchtungen über den ewig breiten Straßen hängen. Und vor allem die wunderschönen alten großen Häuser mit ihren riesengroßen Fenstern haben mich erstmal ins Staunen gebracht. Danach ging es in das Restaurant „баклажан“ (Baklazhan), was auf deutsch Aubergine heißt, im großen Einkaufszentrum Galeria. Zu Essen bekommt man dort teils ungewöhnliche Kombinationen, es gibt unzählige Auswahlmöglichkeiten, welche auch gut schmecken, aber doch etwas preisintensiv sind. Im Einkaufszentrum haben wir den Tag dann noch mit einem kleinen Shoppingtrip ausklingen lassen.

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Am nächsten Tag haben wir in einem roten Doppeldeckerbus die Stadt erkundet. Die Fahrt führte vorbei an der St. Isaacs Kathedrale, der Admiralität, dem Palastplatz, der Kasaner Kathedrale, am Anitschkow-Palais und Brücke, am Newski-Prospekt, und und und.  Bei der Auferstehungskirche sind wir anschließend ausgestiegen, um das Wahrzeichen der Stadt einmal aus nächster Nähe betrachten zu können. Die Restaurantkette „Marketplace“ mit ihrer Filiale im Altstadtzentrum hat uns anschließend zum Mittagessen in ihren Bann gezogen. Hip eingerichtet, mit einem Café im ersten Stock, und in entspannter Atmosphäre kann man dort an großen Theken sein Essen aus vielerlei Optionen zusammenkaufen, was wirklich an einen Markt erinnert. Relativ preiswert ist das dabei auch und so kann ich die Kette nur weiterempfehlen. Bevor wir uns dann zu Sophies Wohnheim aufgemacht haben, mussten die Läden in der Altstadt auch erst einmal erkundigt werden. Im Wohnheim angekommen mussten wir vorerst an den Babushkas am Eingang vorbei, welche genau kontrollieren, wer im Wohnheim ein und aus geht. Am Abend haben wir noch gemeinsam gekocht.

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Der dritte Tag startete etwas verspätet, nach einem etwas missglückten Versuch, Gemüseomelette zu kochen. Mit Metro und Bus sind wir dann nach Pushkin zum Winterpalast gelangt. Passend zum Namen war das Wetter sehr winterlich, kalt und verschneit. Der Palast ist echt unglaublich prunkvoll und man kommt aus dem Staunen überhaupt nicht mehr heraus. Jeder Raum ist mit einem bestimmten edlen Material geschmückt. So gibt es beispielsweise einen Raum, in dem die Wände lückenlos mit Gemälden geschmückt sind, und der Wohl bekannteste Raum ist das mit durch und durch Bernstein geschmückte Bernsteinzimmer. Am Nachmittag haben wir anschließend der typisch russischen Fast-Food-Kette „Теремок“ (Teremok) einen Besuch abgestattet. Nachtisch gab es später noch im Café „север“ (Sever), wo wir typisch russische Napoleon-Torte (Blätterteig und Buttercreme abwechselnd geschichtet) und Heiße Schokolade verzehrt haben.

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Mit einem Kaffee to-go haben wir uns heute früh zu zwei der berühmtesten Museen in Sankt Petersburg aufgemacht. Auf dem Weg sind wir noch am wohl schönsten Süßigkeitenladen, den ich je gesehen habe, vorbei gekommen. Den mussten wir natürlich einmal betreten. Aber dann ging es schnell weiter zu den Museen. In der „Kunstkammera“ findet man historische Ausstellungsstücke zu den verschiedenen Kulturen der Welt. Gefolgt werden diese von naturwissenschaftlichen Exponaten. Die „Hermitage“ ist eine riesengroße prunkvolle Kunstsammlung, in der man Statuen und Gemälde weltbekannter Künstler bestaunen kann. Derzeit findet man zwischen klassischen Werken aber auch moderne Kunst. So hingen in einem Raum voller Werke von Rubens Replikationen dieser, welche von Jan Fabre mit Kuli gezeichnet wurden, sodass man nur bei bestimmtem Blickwinkel die Silhouetten der dargestellten Personen im dunkelblauen Feld erkennen kann. Rast haben wir zwischendurch bei Starbuck’s gemacht, da dort die typisch russischen сырники (Syrniki), eine Art Pfannkuchen oder Kloß aus Quarkteig – erinnert sehr an sächsische Quarkkeulchen, sehr gut schmecken. Nach eine kleinen Shoppingrunde, haben wir heute in einem typisch russischen Restaurant im Einkaufszentrum Pelmeni zu Abend gegessen.

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Den letzten ganzen Tag in der Stadt habe ich allein gestartet, mit einem Ausflug ins Russische Museum. Bei Starbucks habe ich anschließend noch ein letztes Mal die leckeren сырники (Syrniki) gegessen. Am Nachmittag haben wir uns dann das hippe Loft project „Etagi“ angeschaut. Das ist echt sehenswert. Auf den verschiedenen Etagen des Hauses findet man Streetfood, Boutiquen, Ausstellungen, und besonders die Dachterasse hat es uns sehr angetan, ist echt ein guter kleiner Geheimtipp! Unterwegs haben wir uns typisch Sankt Petersburgische пышки (Pishki), eine Art Donut, als Snack gegönnt. Um ein wenig Abwechslung zu bekommen, haben wir an dem Tag in einer asiatischen Restaurantkette zu Abend gegessen.

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In einem netten kleinen 24h-Café, direkt neben meinem Hostel, haben wir früh morgens noch ein letztes russisches Frühstück zu uns genommen. Und dann hieß es wieder für eine Weile Abschied voneinander zu nehmen, und über Paris und Amsterdam ging es für mich zurück nach Glasgow.

 

 

6 Antworten auf „6 Tage Sankt Petersburg“

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